Biwak

BIWAK:
Karnevalisten-Treffen unter freiem Himmel auf öffentlichen Plätzen. Bevorzugtes Verpflegungsmittel: Altbier.


Bütt

BÜTT:
Die Bütt war früher ein Waschzuber, in dem man dreckige Wäsche gewaschen hat. Im Karneval wird mit Bütt eine Art Rednerpult, oft in Form eines einfachen Fasses, bezeichnet. Der Redner wäscht bildlich gesehen immer noch schmutzige Wäsche, indem er über alles und jeden herzieht – sei es über Prominente oder Politiker.


Bützen

BÜTZEN:
Das “Küsschengeben” gehört zum Karneval wie die Kirmes an den Rhein. Manch einer missversteht mit steigendem Alkoholpegel das Bützen leider als Einladung zum hemmungslosen “Geknutsche”. Dabei ist das Bützen wirklich nur das harmlose Küsschen auf die Wange.


Funkemariechen

FUNKEMARIECHEN:
Die Tänzerin beim Tanzcorps einer der Funkengesellschaften wird Funkenmariechen oder Regimentstochter genannt. Die typische Kleidung eines Mariechens ist eine Uniform mit Dreispitz und Perücke, kurzem Röckchen mit Petticoat, darunter Strumpfhose und weißes Spitzen- oder Rüschenunterhöschen.


Helau

HELAU:
Mit “Helau” begrüßt man sich zu Karneval. Es wird vermutet, dass sich dieser Ausruf aus der Begrüßung “Hallo” oder dem englischen “Hello” abgeleitet hat. Wollt ihr niemanden verärgern, solltet ihr auf keinen Fall Alaaf rufen.


Hoppeditz

HOPPEDITZ:
Hoppeditz, was soviel bedeutet wie hüpfender Knirps, ist die Symbolfigur des Karnevals. Jedes Jahr am 11.11. um 11.11 Uhr wird die Figur zum Leben erweckt. Kaum ins Leben gerufen, hält der Hoppeditz auch schon dem amtierendem Stadtoberhaupt auf dem Düsseldorfer Rathausplatz eine Standpauke.


Jeck

JECK:
Karnevalsfreund, Narr. Wer Karneval feiert ist ein Jeck. Im Dialekt bedeutet “jeck” närrisch oder verrückt.


Kamelle

KAMELLE:
Heute ist “Kamelle” eine Sammelbezeichnung für die recht unterschiedlichen Wurfartikel bei den Umzügen, meist kleine Süßigkeiten, Blumen etc.


Lecker Mädsche

LECKER MÄDSCHE:
Wenn ihr als “Lecker Mädsche” bezeichnet werdet, ist das durchaus als Kompliment aufzufassen. Das ist nämlich einfach die närrische Bezeichnung für ein hübsches Mädchen. Und davon haben wir in Düsseldorf natürlich reichlich.


Möhne

MÖHNE:
Ist ein alter Ausdruck für “Tante”. Gemeint sind die Damen, die an Altweiber das Düsseldorfer Rathaus stürmen und den Krawatten der Männer mit einer Schere zu Leibe rücken.


Prinzenpaar

PRINZENPAAR:
Prinz Karneval und seine Venetia herrschen während der Karnevalszeit über ihr Narrenvolk. Gewählt wird das Paar für eine Session und sind in dieser Kopf des Karnevals.


Schunkele

SCHUNKELE:
Hochdeutsch: Schunkeln. Beim Schunkeln haken sich die Narren mit den Armen unter und bewegen sich seitwärts hin und her. Es existiert sogar eine Textzeile in einem bekannten Karnevalslied: “Die Sterne funkele, mer Düsseldorfer schunkele…”


Session

SESSION:
Die Session ist die offizielle Karnevalszeit. Nicht zu verwechseln mit dem Wort Saison. Taktgeber der Session ist der Hoppeditz: Mit seinem Erwachen am 11.11. beginnt sie, mit seiner Beerdigung am Aschermittwoch endet sie.


Veedel

VEEDEL:
Veedel heißt zu hochdeutsch: Viertel, wie Stadtviertel. Bekannt sind in Düsseldorf die verschiedenen Umzüge an Karneval. Die Bewohner sind stolz auf ihr Veedel und jedes Veedel hat seine eigenen Traditionen.


Zoch

ZOCH:
Als Zug, im Rheinland “Zoch”, werden die zahlreichen Karnevalsumzüge bezeichnet. Wenn aber von “dem Zoch” die Rede ist, sprechen die Düsseldorfer meist vom Rosenmontagszug. Und die Mottowagen von Jaques Tilly sind weltweit bekannt und gefürchtet.